Azzurro



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2013
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Pfingstbestellung ...


Ein Pfingstgedichtchen will heraus
ins Freie,
ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus ..
ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
mich stört's nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht, der merkt doch:
Es ist Pfingsten.


Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
wie Hühner Eier legen
und gehe festlich und geschmückt
 -
 Pfingstochse meinetwegen -
dem Honorar entgegen.



Joachim Ringelnatz

Nickname 19.05.2013, 19.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Joachim Ringelnatz

MAI ...

 
Mit Maiglöckchen
läutet das junge Jahr
seinen Duft.
Der Flieder erwacht
aus Liebe zur Sonne.
Bäume erfinden wieder ihr Laub
und führen Gespräche.
Wolken umarmen die Erde
mit silbernem Wasser,
da wächst alles besser.
Schön ist's im Heu zu träumen,
dem Glück der Vögel zu lauschen.
Es ist Zeit sich zu freuen
an atmenden Farben, 
zu trauen dem blühenden Wunder.
Ja es ist Zeit
sich zu öffnen,
allen ein Freund zu sein,
das Leben zu rühmen.

Rose Ausländer



Nickname 19.05.2013, 12.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Tagesspruch ...

Das Warten ist die grausamste Vermengung
von Hoffnung und Verzweiflung,
durch die eine Seele gefoltert werden kann.




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Nickname 16.05.2013, 13.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Mädchens Klage ...

 
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Mädchens Klage

Da steh ich jetzt, ich arme Tor
(Zwar nicht so schlank, als wie zuvor).
Und er ist fort, ich seh ihn nimmer –
Weh mir, mich packt ein Schmerz, ein grimmer!
Ja – selbst der Hoffnung Freudenschimmer
er wird für mich nur ein Gewimmer,
Da einst – die Stunde ist nicht weit –
wird äußern eine – ›Kleinigkeit‹ –

Ja, ja – so gehts uns Mädchen oft:
Man wird geliebt und unverhofft
erliegt man süßen Männerschwüren
und sieht des Himmels goldne Türen
im Liebestaumel offenstehn -
Und – ach – im Nu ist es geschehn! –

So sind die Männer – arm wie reich.
In diesem einen Punkt sich gleich:
Erst drücken sie uns an die Brust,
sind sanft und fromm wie Kälber,
und ist vorbei die Liebeslust,
dann drücken sie sich selber!


Robert Scharl (*1873),


Nickname 16.05.2013, 12.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Steine ...


Steine gab´s und wird´s auch geben,

auf der Straße durch das Leben,

doch schlag nicht bei jedem Stein,

eine andre Richtung ein!




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Am Ende wird alles gut ...

und wenn es nicht gut ist,

dann ist es noch nicht zu Ende!









Nickname 10.05.2013, 17.42 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Von der Zeit ...

Nickname 28.04.2013, 17.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Es färbte sich die Wiese grün ...


Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Und immer dunkler ward der Wald
Auch bunter Sänger Aufenthalt,
Es drang mir bald auf allen Wegen
Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Es quoll und trieb nun überall
Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
Sie schienen gern sich zu vereinen,
Dass alles möchte lieblich scheinen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
Der alles so lebendig macht
Und der mit tausend schönen Waren
Und Blüten sich will offenbaren?
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Vielleicht beginnt ein neues Reich –
Der lockre Staub wird zum Gesträuch
Der Baum nimmt tierische Gebärden
Das Tier soll gar zum Menschen werden.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Wie ich so stand und bei mir sann,
Ein mächtger Trieb in mir begann.
Ein freundlich Mädchen kam gegangen
Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
Sie dankte, das vergess ich nie –
Ich musste ihre Hand erfassen
Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

Uns barg der Wald vor Sonnenschein
Das ist der Frühling fiel mir ein.
Kurzum, ich sah, dass jetzt auf Erden
Die Menschen sollten Götter werden.
Nun wusst ich wohl, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.

- Novalis (Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg) 1772-1801


Nickname 27.04.2013, 09.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Liebe und Haß ...

 
Liebe und Haß haben kein Maß.
Haß entsteht, wenn Liebe vergeht.
Liebe ist einäugig - Haß ist blind.

Dänisches Sprichwort



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Nickname 26.04.2013, 17.48 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Vom Haltbarkeitsdatum der Gefühle


Was für ewig gedacht war,
hat nicht ewig gehalten.

Bleibt mir nur die Hoffnung,
dass dies dann aber auch
für meinen Kummer gilt.

Gerhard Feil


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Nickname 26.04.2013, 14.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gerhard Feil

Über das Alter ...



Ergraut sind wir – und du noch jung“ –
So sprecht Ihr voller Würde.
~~~~
Und heischt von mir Bewunderung
ob Eurer Altersbürde:
~~~~
Doch sollt’ vor jedem grauen Haar
ich ehrfurchtsvoll erbangen,
~~~~
so dürft’ am End der Esel gar
Respekt von mir verlangen.


Fundstück Internet

Nickname 23.04.2013, 12.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Die Rose ...

Die Bettlerin und die Rose

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„Jemand der den Duft einer Rose nicht riecht
wird doch nicht darüber kritisieren dürfen;
und riecht er ihn, à la bonne heure!
Dann wird ihm die Lust vergehen zu kritisieren.“


Friedrich Nietzsche



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Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926
Dt.-österreich. Schriftsteller


Von Rainer Maria Rilke gibt es eine
Geschichte aus der Zeit

seines ersten Pariser Aufenthaltes.


Gemeinsam mit einer jungen Französin 
kam er um die M i t t a g s z e i t an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um G e l d  anhielt.

Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen
des Bittens oder Dankens zu äußern als nur immer die Hand 
a u s z u s t r e c k e n,
sass
die Frau stets am gleichen Ort.

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Rilke..gab nie etwas, seine Begleiterin gab häufig..ein..
G e l d s t ü c k.

Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund,
warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort:

" Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand! "
Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte..
weisse Rose..mit, legte sie in die..offene,  a b g e z e h r t e
Hand..der Bettlerin und wollte
w e i t e r g e h e n.


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Da geschah das Unerwartete:


Die Bettlerin blickte auf,.sah den G e b e r,
erhob sich m ü h s a m 
von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes,
küsste sie und.ging  mit der Rose.davon.

Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz,
an dem.sie vorher g e b e t t e Lt  hatte, b l i e b  l e e r.

Vergeblich suchte die Begleiterin R i l k e s eine.. A n t w o r t 
darauf,.
wer wohl jetzt
der A l t e n  ein  A l m o s e n  gebe.

Nach acht Tagen saß plötzlich die Bettlerin wieder
wie 
f r ü h e r  am  g e w o h n t e n  Platz.


Sie war stumm wie damals, wiederum nur
ihre 
B e d ü r f t i g k e i t  zeigend
durch die 
a u s g e s t r e c k t e  Hand.

" Aber wovon..hat sie denn all die Tage,
da sie  n i c h t s 
erhielt, nur.gelebt ? ",
frage die Französin.


Rilke antwortete: " Von der Rose . . "

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Es gibt Augenblicke,.in denen eine Rose
wichtiger ist
als ein Stück Brot.

Rainer Maria Rilke


Nickname 22.04.2013, 16.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Rainer Maria Rilke

Träume ...

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Die schönsten Träume von Freiheit
werden im Kerker geträumt.


Friedrich Schiller

Nickname 21.04.2013, 16.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Haltungsschaden ...



Ich behalte
noch immer
viel zu viel
für mich allein.
Wahrscheinlich
halte ich
immer noch
viel zu wenig
von dir.
 Ernst Ferstl, (*1955)

Nickname 21.04.2013, 11.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Bingo ...


 
Geht eine Liebe zu Ende weint einer,
weint keiner war es nie richtige Liebe,
weinen beide hat diese Liebe nie aufgehört.

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Nickname 20.04.2013, 13.38 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Der weise Schuhu ...

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Der Schuhu hörte stets mit Ruh,
wenn zwei sich disputierten, zu. -
Mal stritten sich der Storch und Rabe,
was Gott der Herr zuerst erschaffen habe,
Ob erst den Vogel oder erst das Ei.
„Den Vogel!" - schrie der Storch -
„Das ist doch klar wie Brei!"
Der Rabe krächzt: „Das Ei, wobei ich bleibe;
wer's nicht begreift, hat kein Gehirn im Leibe!"

Da fingen an zu quaken
zwei Frösch in grünen Jacken.
Der eine quakt: „Der Storch hat recht!"
Der zweite quakt: „Der Rab hat recht!"

„Was?" - schrien die beiden Disputaxe -
„was ist denn das für ein Gequakse??" -
Der Streit erlosch. -
Ein jeder nimmt sich einen Frosch,
der schmeckt ihm garnicht schlecht.

Ja - denkt der Schuhu - so bin ich!
Der Weise schweigt und räuspert sich!


Wilhelm Busch



Nickname 19.04.2013, 13.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Wilhelm Busch

Die Tulpe ...



Andre mögen andre loben,
Mir behagt dein reich Gewand,
Durch sein eigen Lied erhoben
Pflückt dich eines Dichters Hand.

In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
Und wir sehen, was wir lieben,
An dir zu derselben Zeit.

Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
Einte sie des Duftes Gabe
Deinem hellen, bunten Vlies.

Doch die Blumen all, die frohen,
Standen nun voll Kummers da,
Als die Erde deinen hohen
Doppelzauber werden sah.

„Göttin! O zerstör uns wieder,
Denn wer blickt uns nur noch an?"
Sprach's die Rose, sprach's der Flieder,
Sprach's der niedre Thymian.

Flora kam, um auszusaugen
Deinen Blättern ihren Duft:
"Du erfreust", sie sagt's, „die Augen,
Sie erfreun die trunkne Luft".



August Graf von Platen (1796-1835


Nickname 17.04.2013, 18.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Hast du die Lippen mir wund geküßt ...

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Hast Du die Lippen mir wund geküßt,
So küsse sie wieder heil,
Und wenn Du bis Abend nicht fertig bist,
So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze Nacht,
Du Herzallerliebste mein!
Man kann in solch einer ganzen Nacht
Viel küssen und selig sein.


Heine, Heinrich (1797-1856)



Nickname 17.04.2013, 14.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Heinrich Heine

Von Herzen ...

Nickname 13.04.2013, 18.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Chance ...

Nickname 13.04.2013, 13.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Zwangsläufig ...

 
Wenn das


HERZ


was beschlossen hat


kann der Verstand einpacken ...





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Nickname 13.04.2013, 13.13 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Geduld ...

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Geduld ist ein Pflaster für alle Wunden.


~ Miguel de Cervantes ~


Nickname 13.04.2013, 13.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Momente - Tage - Stunden ...

Nickname 12.04.2013, 16.31 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Genau ...

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Hoffnungen sind Schwerkräfte,
die uns nach OBEN ziehen
 
Ernst Ferstl


Nickname 11.04.2013, 16.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Mittwoch ...




Neben den Sinnes-
besitzt der Mensch auch Unsinnsorgane.

Voran natürlich die Zunge.



Martin Gerhard Reisenberg (*1949)
wenn der Sinn im Unsinn liegt ....shock shutup





Nickname 10.04.2013, 13.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Vertrauen ...



Vertrauen zueinander
braucht die Achtung voreinander.

Ernst Ferstl




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Nickname 10.04.2013, 13.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Kleiner Tipp ...



Wenn die Vergangenheit immer wieder bei Dir anruft,
dann lass sie einfach auf die Mailbox sprechen,
weil sie Dir sowieso nichts Neues zu erzählen hat.


Nickname 09.04.2013, 17.57 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Frühling ...

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Das Schöne am Frühling ist,
dass er immer gerade dann kommt,
wenn man ihn am dringendsten braucht.


Jean Paul 1763-1825



Nickname 07.04.2013, 18.12 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Die Zeit ...( RICHTIGE Version)

Die Zeit

 
Die Zeit,
sie ist zu langsam für die, die warten,
zu schnell für jene in Furcht,
zu lang für den, der trauert,
zu kurz für den, der sich freut
und für die, die lieben,
ist Zeit die Ewigkeit.
 
Eva Freiwald

Nickname 05.04.2013, 12.13 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Eva Freiwald

Vom Vertrauen ...

Nickname 04.04.2013, 17.27 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Loslassen ...

Nickname 01.04.2013, 15.49 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

B Ä U M E ...

Nickname 22.03.2013, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Reden ...



Dass wir uns zeitweise wirklich nichts zu sagen haben,

darf uns nicht davon abhalten,

miteinander zu reden.

Ernst Ferstl




Nickname 22.03.2013, 12.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Leise zieht durch mein Gemüt ...



Leise zieht durch mein Gemüt

Liebliches Geläute.

Klinge, kleines Frühlingslied.

Kling hinaus ins Weite.


♥♥♥♥♥

Kling hinaus, bis an das Haus,

Wo die Blumen sprießen.

Wenn du eine Rose schaust,

Sag, ich laß sie grüßen


Heinrich Heine

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Nickname 20.03.2013, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Heinrich Heine

Z E I T ...

Nickname 20.03.2013, 12.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Nehmen ...



Die Kunst des schönen Gebens
wird in unserer Zeit immer seltener,
in demselben Maße,
wie die Kunst des plumpen Nehmens,
des rohen Zugreifens,
täglich allgemeiner gedeiht.

Heinrich Heine

Nickname 19.03.2013, 18.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Heinrich Heine

Der Stein ...

Nickname 19.03.2013, 17.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Joachim Ringelnatz

Ein gutes Gedicht ...


Ein gutes Gedicht,
gibt dem Wort Gewicht,
den Gedanken Gestalt,
der Sprache Gewalt.

Ein gutes Gedicht,
spiegelt Schatten und Licht,
klingt wohl und vertraut,
geht unter die Haut.

Ein gutes Gedicht,
hat vielfältig' Gesicht,
liebt der Worte Spiel,
hat Charakter, Profil.

Ein gutes Gedicht,
macht es sich nicht zur Pflicht,
leere Blätter zu füllen,
allein um des Reimes willen.



 Günter Fritsch, 2007

Nickname 14.03.2013, 17.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Karl Benedikt von Eichendorff



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Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff (* 10. März 1788 Schloss Lubowitz bei Ratibor, Oberschlesien; † 26. November 1857 in Neisse, Oberschlesien) war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik.

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Eichendorffs idyllische Schilderungen der Natur und des einfachen Lebens sind geprägt von einer einfachen Bildlichkeit und Wortwahl. Dahinter steckt jedoch ein vielschichtiges Geflecht aus metaphorischer Symbolik zur Deutung von Welt, Natur und Seele, das sich von reinem Nützlichkeitsdenken abhebt.

Nickname 10.03.2013, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Freunde ...

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Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen.
Wir machen zwar viele Bekanntschaften,
aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden,
unseren vertrauten Lebensgefährten.


Ludwig Feuerbach

Nickname 10.03.2013, 16.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

W E G E ...

Nickname 09.03.2013, 18.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

:-)

Nickname 07.03.2013, 18.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Wichtig sein ...

Nickname 05.03.2013, 15.37 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

In Erinnerung an M.A.


Das Äußere erweckt vielleicht
Aufmerksamkeit, doch wahre
Faszination entsteht durch den
Blick ins INNERE eines Menschen.
Die Optik ist zwar meist die
Eintrittskarte, doch der Charakter
entscheidet ob es eine Dauerkarte
wird ...  kiss kiss kiss











Nickname 02.03.2013, 17.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Frühlingserwachen ...



Es taut in allen Fluren,
das Wasser rieselt schon,
auf seinen harten Sohlen
der Winter zieht davon.

Er muß den Lichtern weichen,
die hoch am Himmel stehn,
den leicht beschwingten Lüften,
die mild vom Hügel wehn.

Die kleinen Meisen pfeifen
dem alten Winter nach
und rufen in die Auen:
Erwach', o Lenz, erwach'!

Die gelben Primeln nicken,
Schneeglöckchen läuten ein:
Nun will es Frühling werden,
vergangen ist die Pein!

Die blauen Anemonen,
die Veilchen sind dabei
und freun sich, daß vom Eise
die grüne Erde frei.

O lasse, Mensch, zergehen
das Eis auch im Gemüt!
Bedenk', daß Lenz und Leben
so bald, so bald verblüht!

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Nickname 01.03.2013, 13.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Das Leben ...

Nickname 26.02.2013, 11.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

NIEMALS ...


Ich werde niemals deine Hand zärtlich berühren,
ich werde niemals deine Wärme spüren.
Ich werde niemals deinen Mund berühren,
ich werde niemals deinen Körper spüren.
Ich werde auch niemals in deinen Armen liegen
und gemeinsam mit dir über alles siegen.
Niemals mit dir zusammen sein,
niemals alleine mit dir verweilen.
Niemals wird dies alles wahr für mich,
weil du mich niemals so lieben wirst- wie ich dich !


(Unbekannt)

Nickname 25.02.2013, 12.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Was keiner wagt ...



Was keiner wagt ... das sollst Du wagen,
was keiner sagt ... das sag heraus,
was keiner denkt ... das wag zu denken,
was keiner anfängt ... das führe aus.
Wenn keiner ja sagt ... sollst Du es sagen,
wenn keiner nein sagt ... sag doch nein,
wenn alle zweifeln ... wag zu glauben,
wenn alle mittun ... steh allein,
Wo alle loben ... hab Bedenken,
wo alle spotten ... spotte nicht,
wo alle geizen ... wag zu schenken,
wo alles dunkel ist ... mache Licht.


(Verfasser unbekannt)

Nickname 24.02.2013, 17.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Die Brücke ...


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Der Bogen spannt die Brücke weit
im Wasser funkeln Sterne.
Am anderen Ufer steht ein Mensch
und winkt Dir aus der Ferne.
Du winkst dann freundlich ihm zurück
und gehst zur Brücke noch ein Stück.

Die Brücke zieht Dich magisch an
was ist denn an der Brücke dran.
Die Brücke zeigt den neuen Weg
denn der ist anders als ein Steg.
Die Brücke, die den Weg verbindet
damit man zueinander findet.



Nickname 22.02.2013, 18.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Bevor Du sterbst ...



1. Bevor du sterbst und einziehst in die Fremde
rasier dich noch und nimm ein reines Hemde.
Mußt dir `ne saubere Krawatte drechseln,
du kannst nachher die Wäsche nicht mehr wechseln.
Leg dich bequem, befreit von jedem Zwange,
du liegst in dieser Lage ziemlich lange.
Nimm`n Kissen untern Kopf mit weißen Bündchen
und mit der Aufschrift "Nur ein Viertelstündchen".
 
2. Bevor du sterbst, schau nach dem Wärmemesser,
dreh Heizung ab, für dich ist Kälte besser.
Bestell den Milchmann ab, und auch den Bäcker,
zieh deine Uhr auf, aber nicht den Wecker.
Und dann stirb pünktlich, Frauen wollen zum Schneider,
sie können nicht trauern ohne Trauerkleider.
Ja, manche, die bestellen `s schon vor dem Tode,
wenn du dann wartest, ist es aus der Mode.
 
3. Bevor du sterbst, räum noch hübsch auf für immer,
so aufgeräumt wie du sei auch dein Zimmer.
Stell’s Telefon ab, brauchst ja nicht mehr reden,
stell auf den Tisch die duftenden Reseden*.
Schreib selbst die Grabschrift – kurz: „Es ist ein Fatum:
Es starb in (Folgt der Ort.) am (Folgt das Datum.)
der Soundso – von allen nun Verwaisten
wird er betrauert, von sich selbst am meisten.“
 
4. Bevor du sterbst, kurz vor dem letzten Schlafen
schau freundlich aus, grad wie beim Photographen.
Behalt den Ausdruck, tu, als ob du lachtest.
Man braucht nicht seh’n, daß du dir Kummer machtest.
Denk an was Schönes: Sekt, Tanz, Kerzenschimmer!
Denk an die Frau – jedoch das hilft nicht immer.
Schau geistreich aus, das ist schwer nach dem Leben,
weil du dann meist den Geist schon aufgegeben.
 
5. Bevor du sterbst, sorg noch auf dieser Erden,
daß keine großen Red’n gehalten werden. ,
Laß keinen reden, der dafür bezahlt wird,
daß bloß mit deinen Tugenden geprahlt wird.
Ein guter Freund kann ein paar Worte sprechen,
dich schildern, wie du warst, MIT deinen Schwächen,
damit’s nicht heißt: „Nicht einen Fehltritt tat er!“ –
und hinten schreit ein Kind nach seinem Vater.
 
6. Bevor du sterbst - schreib` selbst noch ohne Rasten
die Trauerbotschaft - steck` sie selbst in`n Kasten
am Nachmittag - sie bleibt bis morgen liegen,
so wird die Nachricht jeder zeitig kriegen.
Es ist auch sich`rer, du schreibst die Adressen.
Wie leicht wird sonst vielleicht g`rad der vergessen,
den g`rad dein Tod ins höchste Glück versetzte;
mach` ihm die Freude, `s ist ja doch die letzte.
 
7. Bevor du sterbst, mußt du dir `n Abschied leisten,
denn man betrauert meist sich selbst am meisten.
Spiel `n Trauermarsch auf deinem Klimperkasten,
doch spiele ernst, nur auf den schwarzen Tasten.
Bist du verheirat` mit `nem gift`gen Drachen,
dann schimpf` nochmal, daß alle Wände krachen,
doch dann stirb schnell, sollt` sie dann weiterbrüllen,
dann hörst du nichts und hast den letzten Willen.
 
8. Bevor du sterbst, mußt du was Großes reden,
die letzten Worte int`ressieren jeden.
"Mehr Licht!", sprach Goethe, das war klug und weise.
So was, das muß dir einfall`n vor der Reise.
Doch, `s muß dir vorher einfall`n, unablässig,
wenn dir`s erst nachher einfällt, dann ist`s Essig.
Man darf nicht sag`n: "Ihm wurde schwach im Köppchen,
die letzten Worte war`n: Wo ist das Töppchen?"
 
9. Bevor du sterbst, besuch` noch die Bekannten,
die sich mit Recht einst deine Freunde nannten.
Sag nicht warum du kommst, beim Weitergehen,
schau sie nur an, sag` kurz "Auf Wiedersehen".
Doch hat dich jemand schwer gekränkt mitunter,
mit letzter Kraft hau dem noch eine runter.
Kriegst du Gefängnis dann von läng`rer Dauer,
schreib kurz "Ich kann nicht kommen, ich habe Trauer."
 
10. Bevor du sterbst, da kannst du die bedenken,
die dich geliebt, die kannst du reich beschenken.
Doch gibt`s Verwandte, die auf `s Ende lauern.
wenn die was erben, können sie nicht trauern.
Die geh`n vom Grab direkt zum Weinlokale,
dort weint man nicht, man lacht beim Weinpokale.
Sie trinken auf dein Wohl, beim Saft der Reben.
Erst wenn du tot bist, lassen sie dich leben!
 
11. Bevor du sterbst, musst du dir Antwort geben:
war dieses Leben wert, es zu erleben?
War`s nicht ein Tasten, Hasten, krass und flüchtig?
Was heute wichtig, scheint dir dann sehr nichtig.
Wird eine Träne dann um dich vergossen,
die schätzt du mehr als alle Börsen-Haussen,
doch von den meisten Menschen und den Dingen
denkst du dann bloß wie Götz von Berlichingen.
 
12. Bevor du sterbst – du weißt ja die Sekunde –
gib alles aus, grad bis zur letzten Stunde.
Bloß Steuern zahl’ im Voraus auf zehn Jahre,
sonst hast du keine Ruhe auf der Bahre.
Doch sonst gib’s aus – brauchst nicht mal’n Sarg zu kriegen,
sei unbesargt, sie lassen dich nicht liegen.
Denn hat der Staat auch vieles dir genommen,
am Ende sorgt er für dein „Unterkommen“.
 
13. Bevor du sterbst, wenn du in letzter Not bist,
ruf nach dem Arzt, dann glaubts man’s, daß du tot bist.
Der wird dir sag’n: „Dies tu und das laß bleiben!“
Ein zweiter wird das Gegenteil verschreiben
und hilft dir auch der zweite nicht, dann wart’ste
und rufst vielleicht nach einem dritten Arzte.
Der kommt mir andern Mitteln, ganz aparten –
so gibt es eb’n verschied’ne Todesarten.
 
14. Drum eh du stirbst, mußt du noch einmal lachen,
nicht denen, dir mußt du `ne Freude machen.
Ruf diese Bande. Kommen sie dann in Masse,
und können nicht weinen, zeig ihnen die leere Kasse.
Wenn sie die sehen, da kränken sie sich tüchtig,
da werden sie traurig, und dann weinen sie richtig.
Und wenn sie weinen, zeig ihnen deine Lende
und lach dich tot. Das ist das schönste Ende!
 

Otto Reutter

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Garantie ...

Nickname 16.02.2013, 17.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Gewusst ???

Dass Du mich liebst, das wusste ich.
Ich hatte es längst entdeckt;
Doch als Du mir's gestanden,
hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
und jubelte und sang;
Ich ging ans Meer und weinte
beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne,
so flammend anzusehen,
und in ein Meer von Liebe
versinkt es groß und schön.


Heinrich Heine

Nickname 13.02.2013, 12.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Heinrich Heine

M U T ...

Nickname 11.02.2013, 14.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Drei Leben ...

Nickname 10.02.2013, 13.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Umarmungen ...

Die Schönsten Umarmungen
--- - -- --- - -- --- - -- --- - -- --- - --

ƊЄƦ ƜЄԼƬ ƧƖƝƊ ƊƖЄ,
Bei Denen Du


ext. Bild


So Fest Gedrückt
Wirst, Dass Du Das Herz

DES ANDeReN SCHLaGEN HöRST


Nickname 08.02.2013, 14.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Menschen ...

ext. Bild

Menschen, die einem am Herzen liegen,
erkennt man daran,
dass sie einem nicht mehr aus dem Kopf gehen

Nickname 07.02.2013, 12.20 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

DANKE ...

Nickname 05.02.2013, 17.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Was ist Glück???

ჱ•ڿڰۣ-

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
Vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist einen Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Clemens von Brentano

Nickname 04.02.2013, 15.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Clemens Brentano

M U T ...

Nickname 03.02.2013, 18.28 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

What is Love ?

 Für manche ist die Liebe blond oder dunkelhaarig,
groß oder klein,

schlank oder vollschlank,
ein solides Bankkonto und soziales Interesse.

Eifersucht und Drama.
Gewalt und Versöhnung.
Schnelle Intimität ohne Reue.

Schein ohne Sein,
Lügen und Wahrheit,
Gefühle ja und später nicht

und
für jemanden ist die Liebe einfach ...

einen Menschen zu haben,
 
der sein Wesen vervollständigt und


... ein Herz zu finden,
das im gleichen Takt schlägt ...

ext. Bild

Nickname 29.01.2013, 12.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Der rote Faden ...



Wenn wir die Fäden,
an
denen unsere Stärken und Schwächen,
unsere Zuneigung und unsere Beziehung hängen,
miteinander verwickeln und weiterentwickeln,
könnte daraus ein starker, rissfester,
roter Faden
für unser weiteres gemeinsames Leben werden.

Ernst Ferstl

Nickname 29.01.2013, 11.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Vorgaben ...



Du kannst ruhig
auf mich zählen,
falls du bereit bist,
mit Überraschungen
zu rechnen.

Du kannst ruhig
auf mich fliegen,
falls du vorhast,
bei mir zu landen.

Du kannst ruhig
auf mich bauen,
falls du bereit bist,
die Schranken zwischen uns
niederzureißen.

Du kannst
ruhig verrückt werden,
falls du es
nach mir wirst.

Ernst Ferstl


Nickname 22.01.2013, 13.19 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Ernst Ferstl

Das Büblein auf dem Eis ...




Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht zu sich ganz leis:
„Ich will es einmal wagen,
das Eis muss doch nun tragen.
Wer weiß!“

Das Büblein stampft und hacket
mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein plantscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.

„O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!“
Wär’ nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen –
o weh!

Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es so heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
zu Haus.

Friedrich Güll



Nickname 21.01.2013, 17.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lustige Gedichte

Über Engel ...

Nickname 19.01.2013, 18.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Hinweis ...



Manchmal muss man
einfach akzeptieren,
dass manche Menschen
nur in Deinem Herzen
sein können,
nicht in Deinem Leben!!!

Nickname 19.01.2013, 18.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Der erste Schnee ...

Der erste Schnee

Gestern fiel der erste Schnee,
noch wirbelten nur Flocken.
Wie schön war das mit anzuseh’n,
wollte uns alle locken.

Und heute war es dann so weit,
die weiße Pracht blieb liegen.
Staunen und auch Heiterkeit
löste sie aus bei vielen.

Ein Hauch von Winter ist zu merken,
war’s vorher auch noch mild,
die Kälte will es noch bestärken,
das weiße Winterbild
ext. Bild

Nickname 16.01.2013, 18.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Der Winter ist ein rechter Mann ...





Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
haßt warmen Trank und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen,
das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.

Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande,
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen,
und wenn er durchzieht, stehen wir
und seh'n ihn an und frieren.


Matthias Claudius


Nickname 16.01.2013, 17.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Eine Frage ...



Soll man wirklich jedem
immer eine zweite Chance geben,
wenn es andere gibt,
die noch auf die Erste warten ?

Nickname 14.01.2013, 18.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Trost in Tränen ...


Wie kommts, daß du so traurig bist,
da alles froh erscheint?
Man sieht dirs an den Augen an,
gewiß, du hast geweint.

»Und hab ich einsam auch geweint,
So ists mein eigner Schmerz,
und Tränen fließen gar so süß,
erleichtern mir das Herz.«

Die frohen Freunde laden dich,
oh komm an unsre Brust!
Und was du auch verloren hast,
vertraure den Verlust.

»Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht,
was mich, den Armen quält.
Ach nein, verloren hab ichs nicht,
so sehr es mir auch fehlt.«

So raffe denn dich eilig auf,
du bist ein junges Blut.
In deinen Jahren hat man Kraft
und zum Erwerben Mut.

»Ach nein, erwerben kann ichs nicht,
es steht mir gar zu fern.
Es weilt so hoch, es blinkt so schön,
wie droben jener Stern.«

Die Sterne, die begehrt man nicht,
man freut sich ihrer Pracht,
und mit Entzücken blickt man auf
in jeder heitern Nacht.

»Und mit Entzücken blick ich auf,
so manchen lieben Tag;
Verweinen laßt die Nächte mich,
solang ich weinen mag.«


Johann Wolfgang v. Goethe

Nickname 10.01.2013, 13.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Goethe

Das Dreigespann ...



Der Frohsinn hüpft durchs Unterholz
verkündet fröhlich voller Stolz:
"Durchs Dickicht hab ich mich gekämpft,
vorbei an Trübsinn mich gezwängt.
Nun bin ich da, steh hier vor Dir.
Komm, reiche Deine Hände mir!"

So hüpft der Frohsinn, nun zu zweit,
an seiner Hand die Heiterkeit,
und wie die beiden da so hüpfen,
sie weitere Freundschaft wieder knüpfen.
Sie treffen mich am Wegesrand:
"Gestatten, Glück werd' ich genannt!"

So hüpfen sie zu dritt durchs Land.
Sind überall sehr wohl bekannt.
Der Frohsinn, Glück, die Heiterkeit
sind stets zur Handreichung bereit.
Du musst nur zugreifen - beizeiten -
dann werden sie auch Dich begleiten ...

Internetfundstück



Nickname 07.01.2013, 18.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Lustige Gedichte

Vom nehmen ...

Nickname 06.01.2013, 18.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Wege ...

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Wenn es zwei Wege gibt,
wähle den schweren.
Auf dem leichten herrscht
zuviel Gedränge.

(tibetisches Sprichwort)

Nickname 05.01.2013, 16.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Aphorismen

Wahrheit und Lüge ...



Wenn Wahrheit und Lüge
die Klingen kreuzen,
wird meist der Einfachheit halber
die Lüge zum Sieger erkoren,
und so hat die Wahrheit
ihr Gesicht schon verloren.


 Franz Christian Hörschläger

ext. Bild

Nickname 05.01.2013, 10.49 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in:

Vom Sein ...

Nickname 29.12.2012, 15.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in:

Sinn der Welt ...



"Was ist der Sinn der Welt?" fragt das kleine Mädchen den alten Großvater mit großen Augen. Wer weiß das schon ?
"Dazu gibt es keine Worte!"

ext. Bild


Die Welt:

Sie besteht aus:

Guten Menschen. Schlechten Menschen. Schicksalen. Tod und Leben.
Der Unendlichkeit, die in einen Rahmen gepresst worden ist.  Aus dir und mir. Wir sind die Welt. Und vielem anderen:

Aus Egoismus. Aus Mitgefühl. Aus Hass. Glückliche Gefühle schwirren herum. Doch die Kälte des Hasses folgt ihr dicht auf. Die Welt besteht aus Zerstörung.Und aus Wiederaufbau. Aus Angst, die der Hoffnung weicht. Aus Worten und Bildern und Taten. Aus vielem mehr.

Doch der Sinn der Erde:

Der Sinn, warum wir alle geboren werden. Wonach jeder strebt und sucht. Verzweifelt. Hoffend. Der Sinn der uns am Leben erhält.
Der uns den Atem des Lebens einhaucht. Der uns zu dem macht was wir sind. Waren. Sein werden.

Der wahre Sinn der Erde und von uns Menschen, Tieren, Pflanzen
liegt in der Liebe ....

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Nickname 29.12.2012, 15.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kurzgeschichten

Das Leben ...


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Nickname 28.12.2012, 13.34 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

So ist es ...




So viel zu geben hat man:

Ein Lächeln,

ein liebes Wort, eine kleine Zuwendung.

Dem einen bedeutet es nichts – dem anderen jedoch alles!


-Jean Paul- (1763 - 1825)


Nickname 23.12.2012, 19.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Aphorismen

Feststellung ...



Es gibt Menschen, die sind groß,

weil ihr Herz direkt an der Seele wohnt.

Die Antwort auf Deine Fragen steht in ihren Augen

und bedarf keiner Worte ...

Nickname 22.12.2012, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Erich Fried

Schlittenfahrt ...

 von
Christine Wolny


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Ich träum von einer Schlittenfahrt,
im weißen Pulverschnee.
Mir ist dabei so warm ums Herz.
Ich spüre gar kein Weh.

Die Fahrt geht durch den Zauberwald.
Ein Glöcklein klinget leis.
Mir ist dabei so warm ums Herz.
Erblicke Schnee und Eis.

Ich fühle mich so leicht und froh.
Der Schlitten fährt dahin.
Der Traum soll nie zu Ende gehen.
Das kommt mir in den Sinn.



Nickname 21.12.2012, 18.11 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in:

Weihnachtsgebäck ...

Isabella Braun, 1815-1886


Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
süße Feigen und Rosinen,
welsche Nüsse - fein geschnitten,
Zitronat auch - muß ich bitten! -

Birnenschnitze doch zumeist
und dazu den Kirschengeist;
wohl geknetet mit der Hand
alles tüchtig durcheinander
und darüber Teig gewoben -
wirklich, das muß ich mir loben!

Solch ein Brot kann's nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!
Eier, Zucker und viel Butter
schaumig rührt die liebe Mutter;
kommt am Schluß das Mehl daran,
fangen wir zu helfen an.

In den Teig so glatt und fein
stechen unsre Formen ein:
Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise -
braune Plätzchen, gelbe, weiße
sieht man bald - welch ein Vergnügen-
auf dem Blech im Ofen liegen.
Knusprig kommen sie heraus,
duften durch das ganze Haus.

Solchen Duft kann's nur im Leben
jedesmal zur Weihnachtgeben!


ext. Bild

Nickname 21.12.2012, 17.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weihnachten

Flitterwochen ...


Ein Schleier, rein und weiß
liegt über unserm Wald;
es stiebt und flockt wie Reis,
wo's Glöckchen lustig schallt.

Erstaunt ruf ich erhellt:

ext. Bild

 Sie heiratet, die Welt ...

Nickname 19.12.2012, 17.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Verse zum Advent ...



Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
aber als Knecht Ruprecht schon
kommt der Winter hergeschritten,
und alsbald aus Schnees Mitten
klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
bunt auf uns herniedersah,
weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige,
und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
heute bist du uns noch fern,
aber Tannen, Engel, Fahnen
lassen uns den Tag schon ahnen,
und wir sehen schon den Stern.


Theodor Fontane

Nickname 16.12.2012, 18.08 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weihnachten

Wunsch eines Tannenbaums ...


ext. Bild
Ein Tannenbaum in Waldesmitten
wollt' nimmer recht zufrieden sein:
"O könnt' ich eines mir erbitten
und stund' im Felde ganz allein.
Wie möcht' ich da die Arme breiten,
umschimmert von des Himmels Pracht,
ext. Bild
Hier steh' ich, rings von allen Seiten
von Baum und Strauch und Busch bewacht.
Da kam die Nacht mit ihrer Stille,
und Schlaf umfängt den Tannenbaum;
was heiß erstrebt sein Wunsch und Wille,
das zeigt ihm nun der eig'ne Traum.
Er sieht
, wie er am Felsenrande
verlassen dort und einsam steht,
Wie er, umwogt vom Sonnenbrande,


 ext. Bild

umsonst um kühlen Schatten fleht.
Und als er drauf erwacht mit Bangen,
erglänzt der Wald im Morgenroth:
Er möcht' ihn liebend jetzt umfangen,
denn einsam sein ist halb der Tod.

Nickname 16.12.2012, 17.10 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weihnachten

Guter Rat ...

Öffnet man die Augen,
wird jeder Tag zum Erlebnis.

 
Oskar Kokoschka


ext. Bild

Nickname 15.12.2012, 16.24 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Ohne Worte ...

Nickname 09.12.2012, 14.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Postkarten

Wiedersehn ...




Hast Du das ganz vergessen,
daß einst Dein Arm in meinem hing
Und Wonne unermessen.
Von Deiner Hand in meine Hand,
von meinem Mund in Deinen überging,
und daß Dein blondes Haar
einst einen flüchtigen Frühling lang
der selige Mantel meiner Liebe war,
und daß die Welt einst duftete und klang,
die jetzt so grau verdrossen liegt,
von keinem Liebessturm, von keiner Torheit mehr gewiegt?

Was wir einander wehe tun,
die Zeit verweht's, das Herz vergißt;
die seligen Stunden aber ruhn
in einem Glanz, der ohne Ende ist.

Hermann Hesse


Nickname 08.12.2012, 17.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Hermann Hesse

Bedeutungslos ...

 

Der liebe Glück und alles Geld,
nützen Dir nichts auf dieser Welt,
musst auch Du durch diese Tür,
steht der Tod für Dich Spalier,
nimmt Dir alles, auch das Letzte,
vorbei die Jagd und das Gehetze,
dann zählt nicht mehr, ob viel, ob groß,
wird alles dann bedeutungslos.



Nickname 07.12.2012, 13.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

Nächstenliebe ...





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Nickname 06.12.2012, 17.27 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Postkarten

Dichter ...


Er ist ein Dichter; also eitel.
Und, bitte, nehmt es ihm nicht krumm,
zieht er aus seinem Lügenbeutel
so allerlei Brimborium.

Juwelen, Gold und stolze Namen,
ein hohes Schloss, im Mondenschein
und schöne, höchstverliebte Damen,
dies alles nennt der Dichter sein.

Indessen ist ein enges Stübchen
sein ungeheizter Aufenthalt.
Er hat kein Geld, er hat kein Liebchen,
und seine Füße werden kalt.

Wilhelm Busch (Danke Rubina)

Nickname 01.12.2012, 16.10 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Wilhelm Busch

Nachteulen ...



Nickname 16.04.2004, 07.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Gesammeltes

ACHTUNG!!
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